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| ISBN: 3423050012 ISBN: 3423050012 ISBN: 3423050012 ISBN: 3423050012 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Wir empfehlen: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Teile des
Orchesters tauschen melodische und rhytmische Sätze aus und schaffen
dadurch immer wieder neue Gegensätze. Die Ouvertüre ist leicht und
anmutig - es fällt auf, dass die tieferen, erdverbundenen Celli und
Kontrabässe fehlen.
Stimmung und
Klangfarbe wechseln ständig in dieser atemberaubenden Phantasie aus
Zauberei und Abenteuer - von der verhaltenen Eleganz des Marsches bis zur
energiegeladenen Ausdruckskraft des Russischen Tanzes - eine temperamentvolle
Volksliedmelodie, die schneller und schneller wird, bis sie schließlich
explosionsartig ihren Höhepunkt erreicht. Von dem leichten anmutigen Tanz
der Rohrflöten, von drei Spielzeugflöten angeführt, bis zur
unheimlichen, düsteren Atmosphäre des Arabischen Tanzes, der den
bedrohlichen Angriff des Mäusekönigs und seiner Scharen
versinnbildlicht.
Der Tanz der
Zuckerfee ist vermutlich der bekannteste Tanz dieser Suite - die zarte,
glockenähnliche Melodie der Celesta, damals ein neues Instrument im
Orchester, beschreibt eine märchenhafte Atmosphäre. Ein kraftvolles,
untermalendes Fagott verstärkt die Zauberstimmung und verleiht ihr noch
mehr Tiefe und Ausdruckskraft.
Der letzte
Walzer der Nussknacker-Suite beendet die Komposition auf großartige Weise.
Er beginnt zart und zögernd, mit anschwellenden Harfenglissandi, die den
Eindruck von sich öffnenden Blumen hervorzaubern. Waldhörner leiten
die Melodie ein.
Die zuerst noch
verhaltene melancholische Stimmung wird jedoch schnell durch die helleren
Holzblasinstrumente ausgeglichen. Die Spannung steigt, weil der Zuhörer
erwartet, dass die Streichinstrumente die Melodie aufgreifen, aber Tschaikowsky
hält sie bewusst zurück.
Als sie
schließlich einsetzen, wirkt die Musik um so stärker. Doch wird die
Spannung von den Holzblasinstrumenten noch in Zaum gehalten, die auch weiterhin
den Höhepunkt verzögern.
Auch das Pathos
kommt in der Nussknacker-Suite nicht zu kurz. Wie in so vielen von Tschaikowskys
Musikstücken werden Schönheit und Perfektion stets von einer gewissen
traurigkeit begleitet. dies fällt besonders auf, wenn Celli die
sekundäre Melodie in einer für sie hohen und unnatürlichen
Tonlage aufgreicfen. Das Orchester greift schließlich das Thema mit
feierlicher Kraft auf, befor es die Ballett-Suite und das zauberhafte Abenteuer
im Reich der Süßigkeiten zu ihrem dramatischen Ende bringt.
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